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Französische Küche

Gepostet von am Jul 2, 2011 in Allgemein, Gerichte, Kultur

Französische Küche

Die französische Küche genießt den Ruf, eine der beliebtesten der Welt zu sein. Nicht zuletzt prägte sie im 19. Jahrhundert den Begriff der “Haute Cuisine”, der gehobenen Küche. Die Spezialitäten der französischen Küche sind nach den Regionen aufgeteilt. Jede Region hat ihre eigenen Zutaten, die sie bevorzugt. Vor allem für Wein und Käse ist Frankreich berühmt, aber es gibt noch zahlreiche weitere Nahrungsmittel, die die Küche auszeichnen.

Spezialitäten der Provence

Besonders bekannt ist die Küche der Provence. Das Essen ist geprägt durch die hervorragende Fruchtbarkeit der Region. Auf den weiten Feldern blühen vor allem Kräuter wie Rosmarin und Lavendel, die auch in der Zubereitung ihre Verwendung finden. International bekannt sind die “Kräuter der Provence”, eine würzige Mischung, die in einer Vielzahl von Gerichten zum Einsatz kommt. Als typische Mittelmeerküche basieren viele Speisen der provenzalischen Küche auf Gemüse, allen voran Tomaten, Artischocken, Zucchini und Auberginen, oft in Kombination mit Knoblauch und Kartoffeln. Bei der Zubereitung wird fast ausschließlich auf lokale Nahrungsmittel zurückgegriffen. Es dominieren grundsätzlich eher einfache Gerichte, die mit vielen Kräutern abgeschmeckt werden. Sehr populär sind das Ratatouille und die Bouillabaisse. Die Ratatouille ist ein Gemüsegericht, das meist warm gegessen wird aber auch kalt genossen werden kann. Dazu werden Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Zucchini gebraten und anschließend geschmort, kräftig gewürzt und mit Olivenöl abgeschmeckt. Die Ratatouille wird auch in anderen Ländern Europas gern zubereitet und dann mit regionalen Gemüsesorten verfeinert. Die Bouillabaisse ist eine Fischsuppe, die besonders in Marseille auf den Tisch kommt. Die Bouillabaisse besteht aus mindestens sieben Fischsorten wie Seewolf, Wolfsbarsch, Seeteufel oder Knurrhahn, Meeresfrüchten und Gemüse. Dabei wird die Brühe getrennt von den Meeresfrüchten und den Fischen serviert.

Deftige Normandie-Küche

Große Bekanntheit genießt auch die eher rustikale und einfach gehaltene Küche der Normandie. In dieser Region dominieren vor allem die Viehhaltung und der Apfelanbau, traditionellerweise werden in der Küche daher besonders Milchprodukte, Kalb- und Rindfleisch sowie Apfelspeisen zubereitet. Das typisch normannische Getränk ist der Apfelwein Cidre, der auch bei Saucen Verwendung findet. Die am weitesten verbreitete Käsesorte ist der Camembert. An den Küstenorten werden auch häufig Meeresfrüchte wie Hummer, Miesmuscheln und Austern verarbeitet. Ähnlich deftig sind auch die typischen Gerichte in der Bretagne, die durch die Landwirtschaft und die Fischerei geprägt ist. Das berühmteste Gericht sind die Crêpes. Es gibt sie in zahlreichen Variationen, als Süßspeise mit Butter, Konfitüre oder Zucker oder in herzhaft mit Pilzen und Schinken.

Weinbaugebiet Burgund

Die burgundische Küche hat vielleicht von allen Regionen am meisten den internationalen Eindruck von der französischen Küche geprägt. In Burgund wird vor allem Weinanbau und Viehzucht betrieben. Die Kombination aus Butter, Sahne und Wein ist maßgeblich für viele typische Rezepte wie geschmortes Rindfleisch in Wein oder Coq au Vin. Die Region bietet dazu mehr als 25 verschiedene Käsesorten und aus Dijon stammt der berühmte würzige Senf. Besonders vielfältig ist die Küche Rhônes-Alpes mit der Hauptstadt Lyon. Sowohl zahlreiche Fischsorten wie Forellen, Hecht und Karpfen, Meeresfrüchte wie Krebse als auch Wildtiere wie Schnepfen, Wachteln, Hasen und Gamsen sind hier verbreitet

Foto: blende40 – Fotolia

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